Mitteilungen aus der Führungsakademie

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Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft – Prozessbegleitung für Kommunen

 

Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft

Prozessbegleitung für Kommunen

 

 

Wie kann es gelingen, Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, dass sie sich gemeinsam für gute Lebensbedingungen vor Ort engagieren? Wie gelingt die Zusammenarbeit von Verwaltung und bürgerschaftlich Engagierten auf Augenhöhe? Beim zweiten Netzwerktreffen der Projektpartner in Baden-Baden tauschten sich 60 kommunale Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Zivilgesellschaft mit den Prozessbegleiterinnen und -begleitern über diese Herausforderung aus.

 

Christine Jacobi, zuständige Abteilungsleiterin im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, sicherte bei der Begrüßung in der Akademiebühne in Baden-Baden allen Projektbeteiligten Unterstützung zu: „Das Land hat Geld in die Hand genommen, um bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Es geht darum, Potenziale zu heben, vor Ort zu unterstützen und die Motivation langfristig zu erhalten.“ Um nachhaltige Strukturen aufzubauen, finanziere das Land eine professionelle Begleitung durch erfahrene Moderatoren und Moderatorinnen. Christine Jacobi fragte zu Beginn der Veranstaltung vor allem nach den Schwierigkeiten vor Ort: „Mit welchen Hindernissen müssen Sie kämpfen, was müssen Sie überwinden, und wo gibt es Widerstände? Ich bin gespannt, was Sie berichten.“

 

Die Führungsakademie Baden-Württemberg hat den Auftrag, die Prozessbegleitung für 23 Gemeinden, Gemeindeverwaltungsverbände und Landkreise durchzuführen. Für das zweite Netzwerktreffen hatte das Team der Führungsakademie, Dr. Christine Dörner und Martin Schwarz, ein Programm ausgearbeitet, das einen intensiven Austausch im Rahmen eines World-Cafés ermöglichte. Schließlich geht es wesentlich darum, erfolgreiche Lösungen auszutauschen. Nach einer gründlichen Analysephase in den Kommunen sind durch die breite Beteiligung von engagierten Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Fachleuten im Rahmen von Zukunftskonferenzen bereits zahlreiche spannende Ideen entstanden, die zurzeit in Umsetzungsplänen konkretisiert werden.

 

                

 

Nach einem guten Jahr Projektlaufzeit hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass vier Säulen für das gute Zusammenleben vor Ort wichtig sind:

 

Aktive Begegnung

Die Verbindung zwischen Einheimischen und Zugewanderten sowie den Zugewanderten untereinander wird durch intensive, aktive Begegnung gestärkt. Das vermindert Konflikte. Projekte und Orte zum gegenseitigen Kennenlernen und aufmerksamen Zuhören müssen deshalb intensiv gefördert werden.

 

Gleichberechtigte Teilhabe

Jede Person, die in der Gemeinde lebt, soll Zugang zu allen öffentlichen Einrichtungen und Angeboten haben – unabhängig vom rechtlichen Status. Teilhabe fördert zivilgesellschaftliches Engagement, und zivilgesellschaftliches Engagement erfordert Teilhabe. Dafür müssen Spielräume aktiv genutzt werden.

 

Vielfalt

Zugewanderte bringen „kulturelle Rucksäcke“ mit, die für eine Gemeinschaft Herausforderungen und Chancen zugleich bedeuten. Ziel ist es, die Vielfalt als Reichtum zu begreifen. Es braucht die Einladung an die Bevölkerung, diesen Reichtum zu erleben und die Vorteile des Zusammenlebens zu erfahren.

 

Augenhöhe von Verwaltung und zivilgesellschaftlichem Engagement

Konflikte werden am besten auf lokaler Ebene gelöst. Zivilgesellschaftliches Engagement ist zentral für guten Zusammenhalt. Der Erfolg bedarf einer aktiven Verwaltung, die zivilgesellschaftlich Engagierten auf Augenhöhe begegnet.

 

 

Das dritte Netzwerktreffen zum Abschluss des Projektes wird im Beisein von Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am 12. Dezember 2019 in Stuttgart stattfinden.

 

 

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