Mitteilungen aus der Führungsakademie

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Open Stage – Ein neues Vernetzungsformat der Führungsakademie

Open Stage – Ein neues Vernetzungsformat der Führungsakademie

Neue Impulse erhalten, Wissen teilen, sich austauschen, neue Kontakte knüpfen, über komplexe Herausforderungen der digitalen Transformation gemeinsam diskutieren – das ist die Idee der Open Stage der Führungsakademie. Seit Herbst letzten Jahres bieten wir dieses Vernetzungsformat einmal im Monat an. Nachwuchskräfte und Führungskräfte der öffentlichen Verwaltung sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. Da die Veranstaltung virtuell stattfindet, ist eine Teilnahme unkompliziert und kostenfrei möglich.

> Hier geht es direkt zur Open Stage

 

Im Gespräch mit den beiden Projektleitenden Daniel Haßmann und Tina Riede stellen wir das neue Vernetzungsformat vor.

Was steckt hinter der Idee der „Open Stage“?

In unserem Projekt „Digital Leadership II“ gibt es das Arbeitspaket „Voneinander lernen intensiv“. Die effektivste Form voneinander zu lernen ist der direkte Austausch über verschiedene Themen. Mit der „offenen Bühne“ haben wir dafür einen Rahmen geschaffen. Die einen bringen spannende Themen ein, die anderen hören zu, fragen nach, diskutieren und können so im besten Fall Lösungen für eigene Herausforderungen erkennen.

Wie funktioniert die Open Stage?

Immer am ersten Donnerstag im Monat laden wir einen interessanten Gast ein, der über seine Arbeit und seine Erfahrungen berichtet. Die Webex-Konferenz startet um 16:30 Uhr und dauert in der Regel bis 18 Uhr – bei großem Diskussionsbedarf auch mal länger. Nach dem Blick in die fremde Arbeitswelt, auf die Herausforderungen und Herangehensweisen startet die Frage- und Diskussionsrunde.

Was macht die Open Stage so besonders?

Die interessanten Menschen, sowohl auf als auch vor der Bühne. Von Anfang an haben wir ein sehr informelles Vorgehen gewählt, denn es soll unkompliziert und vertrauensvoll zugehen. Deshalb duzen sich alle, was die Kommunikation deutlich vereinfacht. Bevor es jeweils thematisch losgeht, trifft man sich in virtuellen Kleingruppen, um sich gegenseitig kennenzulernen. Das funktioniert super.

Für wen ist die Open Stage gedacht?

Interministeriell und interdisziplinär werden Perspektiven aus verschiedenen Organisationen und Fachbereichen vorgestellt – das ist der Plan, um in einen möglichst breit angelegten Austausch zu kommen. Daher richtet sich die Open Stage an Nachwuchskräfte, Führungskräfte und all jene Mitarbeitenden in der öffentlichen Verwaltung, die den digitalen und gesellschaftlichen Transformationsprozess mitgestalten oder einfach Interesse daran haben.

Fragen und Ideen einzubringen, ist jederzeit möglich und sehr gerne gesehen.

Wie werden die Themen ausgewählt?

Unsere Idee war, dass wir mit ein paar Vorschlägen vorangehen und sich später aus der Community eigene Themen ergeben werden. Auf unserer Homepage gibt es dazu direkt einen Link, um Vorschläge zu machen.

Welche Themen standen bisher im Fokus?

Die Themen sind entsprechend der Idee sehr breit gefächert. Am 7. Juli 2022 von 16:30 – 18 Uhr freuen wir uns auf den Austausch mit Helene Prölß – die Gründerin und Leiterin der Stiftung „Manager ohne Grenzen“. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Klicken Sie zur angegebenen Zeit einfach auf diesen Link.

Vergangenen Herbst starteten wir mit Dr. Torben Giese, dem Direktor des Stadtpalais“, dem Museum für Stuttgart. Mit ihm diskutierten wir über „Userexperience in der Landesverwaltung. Jan Seifert vom Innolab_bw, der beim Staatsministerium angesiedelten interdisziplinären Plattform, sprach über Möglichkeiten, Innovationen voranzubringen.

Dr. Claudia Warken, Vize-Präsidentin der Cybersicherheitsagentur, berichtete über die spannenden Aufgaben dieser neuen Einrichtung. Einen Gedanken aus der Organisationssoziologie zu Gehorsam in Organisationen stellte Daniel Haßmann vor, und Jutta Ziemert von der Stadt Karlsruhe präsentierte Netzwerkideen für die Landesverwaltung.

Einblicke in eine Bilanz zu Frauen in Führung im Jahr 2022 gaben Vanessa Edmeier, Geschäftsführerin der Hochrheinkommission, Sibylle Schieck von der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg und Christine Gebler, Abteilungsleiterin bei der Stadt Heidelberg. Die Geschäftsführerin der Allianz für Beteiligung, Dr. Miriam Freudenberger, berichtete von der Entwicklung der Beteiligung im Land und schließlich gelang es uns, die neue Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Simone Fischer für einen Impuls zur Barrierefreiheit in Teams und Organisationen – wie geht eigentlich Agenda-Setting?" zu gewinnen.

Über das zunehmende Phänomen „Hass und Hetze" und dessen Bekämpfung berichtete Polizeidirektorin Jennifer Lautensack, die die Koordinierungsstelle gegen Hasskriminalität im Innenministerium leitet, zusammen mit Günter Bressow von der Jugendstiftung BW. Er koordiniert respect!", die Meldestelle für Hetze im Netz.

Wird die Open Stage auch nach Projektende weitergeführt?

Im Herbst planen wir erst einmal noch zwei Termine. Wer da die Bühne erobern wird, steht noch nicht fest. Zum einen würden wir uns über Vorschläge aus der Community freuen, zum anderen wollen wir gerne aktuelle Themen aufgreifen.

Eine strukturelle Verankerung im Angebot der Führungsakademie wäre natürlich wünschenswert, weil nachhaltig. Die Probleme und Herausforderungen bleiben ja auch erhalten. Sie nehmen eher noch zu. Und der Bedarf nach Austausch und Vernetzung wird immer wieder von vielen Seiten geäußert und an uns herangetragen.