Betriebliche/behördliche Gesundheitsförderung (BGF)

Unter betrieblicher/behördlicher Gesundheitsförderung (BGF) werden präventive Maßnahmen verstanden, die sich positiv auf die Arbeitsbedingungen und individuellen Lebensweisen auswirken. Sie setzen sowohl am Verhalten der Mitarbeitenden, z.B. Bewegung, Stressbewältigung oder gesunde Ernährung als auch an den Verhältnissen, den Arbeitsbedingungen an.

Untersuchungen belegen, dass eine gezielte, ganzheitliche Gesundheitsförderung nachhaltige Erfolge ergibt. Diese beziehen sich auf den Rückgang der Beschwerden am Arbeitsplatz durch die Veränderung der Umgebungsbedingungen, die Verbesserung der sozialen Beziehungen, die Erhöhung der Einflussnahme auf die Arbeitsabläufe und die Erhöhung des persönlichen Handlungsspielraumes der Beschäftigten. Ergebnisse sind ein nachhaltiger Rückgang der Arbeitsunfähigkeit um ca. 25 %, die Steigerung der Lebensqualität und der Arbeitszufriedenheit (mit einem erheblichen positiven Einfluss auf die Motivation der Beschäftigten und damit auf den Erfolg der Organisation), die Offenheit gegenüber Innovationen und die Verminderung von Frühverrentungen.[1]

[1] Rosenbrock, R., Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen für eine gesunde Arbeitswelt, Vortrag Kongress Gesundheitscoaching, HSI Heidelberg 2007; Sochert, R., Gesundheitsbericht und Gesundheitszirkel, NW Wirtschaftsverlag, Bremerhaven 1998, Mittag, O., Mach ich mich krank?, Hogrefe Verlag, Göttingen 1996​