Sommerfest 2016 – 30 Jahre Führungsakademie Baden-Württemberg

Forum Führung

 

Digitalisierung: Geschäftsmodell Estland

Dr. Mart Laanemäe, Unterstaatssekretär für Europa und transatlantische Zusammenarbeit im estnischen Außenministeriu, seit August 2016 estnischer Botschafter in Deutschland

Wie wird Digitalisierung die Verwaltung verändern und welche Geschäftsmodelle gilt es zu entwickeln? Mart Laanemäe stellte die fortgeschrittene E-Welt in Estland vor. „Die virtuelle Welt muss nicht aussehen wie die reale Welt, die Menschen müssen aber die gleichen Rechte wie in der realen Welt haben“, erklärte Laanemäe. Estland habe es geschafft, dass die gesamte Bevölkerung an dieser E-Welt teilhabe. Ob E-Steuer, E-Gesundheitswesen oder E-Kommunalwahlen und E-Residentschaft – die E-Verwaltung sei in großem Umfang realisiert. Grundlage seien eine breit gefächerte politische Unterstützung und Gesetze, die den sicheren Datenaustausch erlaubten. Der Austausch zwischen Datenbanken erfolge aufgrund einer eindeutigen E-Identität. „Die Bürger bleiben Eigentümer ihrer Daten und entscheiden, wem sie Rechte vergeben.“ Alle Dokumente würden elektronisch unterzeichnet, die digitale Unterschrift habe die gleiche Wirkung wie eine eigenhändige Unterschrift.

 

Diversity: Erfolg durch Vielfalt

Katrin Schöpf, Senior Leadership Consultant der IBM

Katrin Schöpf präsentierte die Diversity-Strategie der IBM. Beeinflusst sei die Agenda der Vielfalt von der IBM-Wertediskussion 4.0, an der sich 80.000 Mitarbeitende beteiligt hätten, so Katrin Schöpf. Engagement, Innovation und Vertrauen bildeten das Wertesystem und mithin die Grundlage für das Verständnis von Vielfalt innerhalb der Firma. Schon 1953 habe die IBM eine „Equal Opportunity Policy“ verfasst. Die Strategie habe sich nach dieser „Diversity 1.0“ weiterentwickelt bis zur 4.0-Ebene, der Inklusion. „Heute geht es nicht mehr nur um einzelne Gruppen, vielmehr konzentrieren wir uns auf gemeinsame Handlungsfelder.“ Vielfalt trage hinsichtlich des Arbeitsmarktpotentials, der Mitarbeiterbindung, der Talententwicklung und der Flexibilität und Kreativität zum Geschäftserfolg bei

 

Smarte Verwaltung: Learnings für die Führung

Dr. Ralph Bürk, Präsident der Führungsakademie Baden-Württemberg

„Smarte Verwaltung muss auf der Höhe der gesellschaftlichen Entwicklung sein.“ Ralph Bürk griff in seinem Arbeitsbericht aus der Führungsakademie sowohl die Digitalisierung als auch das Thema Diversity auf und fügte die Idee eines grundsätzlichen Perspektivwechsels hinzu: „Wie bewerten wir den Erfolg für den Bürger, Kunden und Mitarbeitenden?“

Es gelte in einer Kultur der Beteiligung Vielfalt produktiv zu machen und zivile Innovation zu fördern. Anstatt große und langwierige Projekte aufzulegen, sollten Innovationsinseln geschaffen werden, die nach dem Motto „Versuch, Lösung, Check“ schnell experimentieren. Lageorientiertes Führungshandeln müsse zur Normalität werden. „Der Weg entsteht, wenn man geht“, forderte der Präsident der Führungsakademie seine Zuhörer auf, die smarte Verwaltung ins Visier zu nehmen: „Der Öffentliche Dienst muss gesellschaftlich an der Spitze der Innovation stehen. Let’s do it.“

Rede/Vortrag


Baden-Württemberg: Immer einen Schwung voraus

Thomas Strobl, Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Innenminister Thomas Strobl gratulierte im Rahmen des Sommerfestes zum 30sten Geburtstag der Führungsakademie. Er erinnerte an die Gründungsidee von Lothar Späth, die auch heute noch Gültigkeit habe. Das schnelle Internet, die Vernetzung von Forschung und Wirtschaft und eine öffentliche Verwaltung, die den Bürgern den alltäglichen Zugang über das Netz ermögliche, seien die großen Herausforderungen, die es gelte, mit Schwung und Engagement anzugehen. Einen solchen Geist im Land zu schaffen sei Führungsaufgabe, richtete er seinen Appell an die Führungsakademie: „Sie sind der Herzschlag für Baden-Württemberg, damit wir mit der notwendigen Geschwindigkeit bei dieser Revolution namens Digitalisierung an der Spitze der Bewegung stehen und die gewaltige Chance beim Schopfe packen.“


Theaterstück


Baden-Württemberg: Immer einen Schwung voraus

Staatstheater Karlsruhe

Innenminister Thomas Strobl gratulierte im Rahmen des Sommerfestes zum 30sten Geburtstag der Führungsakademie. Er erinnerte an die Gründungsidee von Lothar Späth, die auch heute noch Gültigkeit habe. Das schnelle Internet, die Vernetzung von Forschung und Wirtschaft und eine öffentliche Verwaltung, die den Bürgern den alltäglichen Zugang über das Netz ermögliche, seien die großen Herausforderungen, die es gelte, mit Schwung und Engagement anzugehen. Einen solchen Geist im Land zu schaffen sei Führungsaufgabe, richtete er seinen Appell an die Führungsakademie: „Sie sind der Herzschlag für Baden-Württemberg, damit wir mit der notwendigen Geschwindigkeit bei dieser Revolution namens Digitalisierung an der Spitze der Bewegung stehen und die gewaltige Chance beim Schopfe packen.“