Mitteilungen aus der Führungsakademie

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Junge Führung und Ethik – Andere Orte, Andere Ideen

 

Junge Führung und Ethik – Andere Orte, Andere Ideen

 

Der Erfolg gibt den Ideengeber/-innen Recht! „Es ist ein sehr inspirierendes Format, was vor allem damit zusammenhängt, dass es an einem ungewöhnlichen Ort stattfindet“, so die Rückmeldung nach dem Start der neuen Reihe „Junge Führung und Ethik“.  Das gemeinsame Qualifizierungsangebot der Evangelischen und der Katholischen Kirche, der Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen und der Führungsakademie Baden-Württemberg gibt jüngeren Führungskräften die Gelegenheit, Inspiration für die eigene Führungsarbeit zu gewinnen. Bei den vier geplanten Terminen im Jahr 2019 treffen sie zusammen mit erfahrenen Kollegen und Kolleginnen aus verschiedenen Bereichen an unterschiedlichen Orten. Dem Vernetzungsgedanken wird dabei ebenso Rechnung getragen.

Die Auftaktveranstaltung mit über fünfzig interessierten Führungskräften fand in der Hauptfeuerwache Mannheim statt. Nach der Begrüßung und Vorstellung des hochmodernen Gebäudekomplexes durch den Feuerwehrkommandanten der Stadt Mannheim, Stadtdirektor Karlheinz Gremm, berichtete ein erfahrener Feuerwehrmann über die Herausforderungen in schwierigen Lagen oder gar Katastrophen.  Professor Hermann Schröder, ehemaliger, langjähriger Landesbranddirektor und heute Abteilungsleiter „Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement“ im Innenministerium, ließ die Teilnehmenden an seinem großen Erfahrungsschatz teilhaben. Er erklärte, dass Krisensituationen zu Stress und erhöhtem Puls führten. Um als Führungskraft dennoch einen klaren Kopf zu behalten, gelte es, sich gut vorzubereiten und solche Situationen immer wieder zu simulieren. „Man muss für diese Ausnahmesituationen Handlungsoptionen entwickeln und trainieren, die Regelorganisation muss auf krisenhafte Situationen vorbereitet sein.“ Ein weiterer wichtiger Punkt sei eine klare Kommunikation: „Was ist? Was wissen wir? Was ist in der jetzigen Situation zu tun?“ Seine Empfehlung ist außerdem, in schwierigen Entscheidungssituationen Verantwortung zu teilen.

Bernd Meyer ist Brandamtmann und Leiter der Stabsstelle Freiwillige Feuerwehr/Werkfeuerwehr der Stadt Mannheim. Er zeigte, wie die Empfehlungen des ehemals höchsten Feuerwehrmannes im Land im Alltag umgesetzt sind und wie die Feuerwehr im Krisenmodus arbeitet. Erster Schritt sei, bei Schichtbeginn festzulegen, wer im Einsatz welche Aufgabe übernehme. Gleichwohl seien alle Feuerwehrleute aufgefordert, den Einsatzleiter auf Ungewöhnliches oder Widersprüchliches hinzuweisen. Bei der Zusammensetzung der Teams achte man auf gemischte Gruppen. Erfahrene Kräfte und jüngere Feuerwehrleute profitierten von einander.

Die Abschlussrunde wurde von Dr. Jutta Lang, Generalsekretärin der Führungsakademie, moderiert. Mittels „Palavertechnik“ in kleinen Gruppen entwickelten sich neue Fragestellungen, die von Professor Schröder, Stadtdirektor Gremm und Bernd Meyer beantwortet wurden.

 

Weitere Veranstaltungen der Reihe „Junge Führung und Ethik“ finden Sie hier