Mitteilungen aus der Führungsakademie

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Sommerakademie 2021 in virtuellem Format am 14. und 15. Juli 2021

Sommerakademie 2021
in virtuellem Format

14. und 15. Juli 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir laden Sie herzlich zur virtuellen Sommerakademie 2021 ein. Die Veranstaltung widmet sich Kunst und Kultur sowie der Arbeitswelt von morgen.

 

Mittwoch 14. Juli 2021

  

Übergreifendes Thema: Kunst und Kultur BWirkt

Der Mensch schöpft und nutzt Kultur und Kunst. Beide spiegeln die aktuellen gesellschaftlichen Debatten wider. Sie sind gleichzeitig Motor der Entwicklung in Gesellschaft und Politik. Gute Verwaltung hat daher den Auftrag, den gesellschaftlichen Diskurs und Wandel auch auf diesem Weg zu fördern und zu unterstützen. Und umgekehrt: Gute Verwaltung nutzt Impulse aus Kunst und Kultur. Die Veranstaltung geht der Frage nach, wie Kultur und Verwaltung aufeinander einwirken.

 

14:00 Uhr

Virtuelles „Get together“ (technische und organisatorische Hinweise)

 

14:30 Uhr

Eröffnung

 

Grußwort

Jutta Ziemert, stv. Vorsitzende des Vereins der Absolventen und Freunde der Führungsakademie Baden-Württemberg e. V.

 

14:45 – 16:15 Uhr

Workshops und Foren − konzipiert, moderiert und begleitet vom 26. Führungslehrgang

 

1. Runde mit zwei parallelen Workshops (14:45 – 15:30 Uhr):

Workshop 1: Tatort Medien – Einfluss der Medien auf die Verwaltung
Welchen Einfluss Medien auf die Verwaltungspraxis haben können, diskutieren wir am konkreten Beispiel des Films „Weil Du mir gehörst“. Impulsvortrag und Diskussion mit der Drehbuchautorin Katrin Bühlig.

Workshop 2: Eine Frage des Geldes? Wie systemrelevant ist Kultur? Was ist uns Kultur wert?
Die Pandemie zwingt Kulturschaffende und kulturelle Einrichtungen zu einer langen Schaffenspause. Für die Akteure ist dies eine existentielle Bedrohung. Aber auch für uns alle bestehen Gefahren, wenn eine Gesellschaft auf Kultur weitgehend verzichten muss. Was uns Kultur daher wert bzw. was uns Kultur (auch finanziell) wert sein sollte, diskutieren wir mit Joe Bauer (Autor) und Anette Ipach-Öhmann (Leiterin Vermögen und Bau BW).

 

2. Runde mit zwei parallelen Workshops (15:30 – 16:15 Uhr):

Workshop 3: Creative User Experience – von der Kultur in die Verwaltung und zurück
User Experience bezeichnet die erlebte und gefühlte Qualität der Interaktion eines Nutzers mit einem bestimmten Produkt sowie das entsprechende Nutzererlebnis. Die User Experience spiegelt Erfahrungen, Empfindungen und Gefühle einer Person während der Benutzung eines Produktes wieder. Im Workshop möchten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeiten, wie wichtig es ist, Nutzerbedürfnisse und -erlebnisse in den Arbeitsalltag und das Angebot auch der Verwaltung einzubinden und wie dies in konkreten Fällen geschehen kann. Am Beispiel des innovativen Museumskonzepts des Stadt-Palais Stuttgart erörtern wir mit dessen Direktor Dr. Torben Giese, ob und wie sich eine positive User Experience in der Verwaltung verwirklichen lässt.

Workshop 4: Meine/Deine/Unsere – Kultur auf globaler und lokaler Ebene
Kultur ist nicht exklusiv, sondern in besonderer Weise anschlussfähig und verbindet Menschen. Welche Prozesse, Mehrwerte und Herausforderungen zeigen sich in diesem Zusammenhang? Der Workshop nähert sich diesem Themenfeld über das Beispiel des UNESCO-Welterbes an, das als geteiltes kulturelles Erbe der Menschheit verstanden wird. Diese schützenswerten Zeugnisse der Kultur und Natur besitzen einen universellen Wert für alle Völker der Welt und verbinden damit die lokale mit der globalen Ebene und das Individuum mit der Gesellschaft. Wie auf der UNESCO-Welterbestätte Klosterinsel Reichenau die Vermittlung und das Management im Spannungsfeld zwischen globaler Perspektive und praktischen Gegebenheiten vor Ort gelingen, diskutieren wir aus unterschiedlichen Perspektiven mit folgenden Teilnehmenden: Prof. Dr. Claus Wolf und Dr. Ulrike Laible vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Dr. Wolfgang Zoll, Bürgermeister der Gemeinde Reichenau, Karl Wehrle, Geschäftsführer des Verkehrsverein Reichenau e.V. und Johannes Bliestle, Vorstand der Reichenau-Gemüse eG.

 

18:30 Uhr

Einführung und Vorstellung zum Kaminabend der Sommerakademie

Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Dr. Florian Stegmann

 

Kaminabend:

„Zur gesellschaftlichen Relevanz von ethnologischen Museen in einer zunehmend diversen Gesellschaft“

Prof. Dr. Inés de Castro, Direktorin Linden-Museum Stuttgart

Frau Professorin Dr. Inés de Castro ist seit 2010 Direktorin des Linden-Museums Stuttgart - Staatliches Museum für Völkerkunde. 2002 promovierte sie in Ethnologie an der Universität Bonn, arbeitete zunächst für die Bayerischen Staatsgemälde-Sammlungen und das Staatliche Museum für Völkerkunde München, bevor sie an das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim wechselte. Dort war sie Kuratorin der ethnologischen Sammlung und stellvertretende Direktorin und Prokuristin. In ihrer Amtszeit als Museumsleiterin des Linden-Museums verantwortete Frau Professorin Dr. de Castro mehrere viel beachtete Ausstellungen.

 

19:45 Uhr

Abschluss des ersten Tages

 

Donnerstag, 15. Juli 2021

Übergreifendes Thema: Sozialpartnerschaftlicher Dialog – Gemeinsam in die Arbeitswelt von morgen

Zwischen Digitalisierung und Menschlichkeit stellt sich die Frage, wie Digitalisierung zu einer humanen und vertrauensvollen Arbeitswelt beitragen kann. Die Begleitung dieses Veränderungsprozesses durch sozialpartnerschaftliche Dialoge ist ein wertvoller Ansatz, um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.  Gemeinsam mit Vertreter/-innen der Sozialpartner wollen wir die diesjährige Sommerakademie dafür nutzen, Perspektiven aufzuzeigen und zu diskutieren.

 

11:30 Uhr

Virtuelles „Get together“ (technische und organisatorische Hinweise)

 

12:00 Uhr

Begrüßung

 

12:15 Uhr

Keynote:

„Neue Arbeitswelt, neue Freiheit – Digitalisierung zum Wohle des Menschen?!“

Professorin Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, Institutsleiterin Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI

 

Portrait: Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-EiblFrau Professorin Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl arbeitet zu Entstehungsbedingungen von Innovationen und deren Auswirkungen. Wiederholt wurde sie als eine der 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. In Wirtschaft und Politik ist sie eine geschätzte Expertin in den Fokusthemen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Innovation und Zukunftsforschung.

Foto: © Rahel Täubert

Die neue Arbeitswelt wird nicht nur von Digitalisierung geprägt sein, sondern auch vom demographischen Wandel, den Lebensentwürfen von Frauen und Männern, der Vereinbarkeit von Beruf und Sorgearbeit sowie von Zuwanderung. Um die Arbeitswelt von morgen zum Wohle des Menschen – und dessen Umwelt – zu gestalten, sind alle gefordert: Arbeitnehmer/-in und Arbeitgeber/-in.

 

13:00 Uhr

Mittagspause (virtuelle Kaffeeräume ab 13:30 Uhr geöffnet)

 

14:00 – 16:15 Uhr

Workshops und Foren − konzipiert, moderiert und begleitet von der Führungsakademie

 

1. Runde mit zwei parallelen Workshops (14:00 – 15:00 Uhr) mit Vertreter/-innen der Sozialpartner und Redakteur/-innen vom SWR als Impulsgeber:

Workshop 1: Soziale Gerechtigkeit – zwischen Teilhabe und Ausgrenzung
Wie fair ist unsere künftige Arbeitswelt?

Unsere Gesellschaft verändert sich: Sie wird vielfältiger, beteiligungsorientierter und fordernder gegenüber Verwaltung und Politik. Ist der Öffentliche Dienst noch vorbildlich in Sachen „sozialer Gerechtigkeit“ – gegenüber Männer und Frauen, Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten, Menschen mit unbefristetem und befristetem Arbeitsvertrag, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen mit Handicaps?

Workshop 2: Digitales Arbeiten – zwischen Vertrauen und Kontrolle
Wie gelingt Führen und Arbeiten auf Distanz?

Ich sehe meine Mitarbeiter/-innen nicht mehr vor Ort. Wie kann ich noch erkennen, was meine Kolleginnen und Kollegen benötigen, wo sich Konflikte anbahnen oder gar wie diese gelöst werden können? Wie können wir auch im digitalen Umfeld unsere kollegialen Beziehungen pflegen? Wir wollen diskutieren, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit Führen und Arbeiten auf Distanz gelingt.

 

2. Runde mit zwei parallelen Workshops (15:15 – 16:15 Uhr) mit Vertreter/-innen der Sozialpartner und Redakteur/-innen vom SWR als Impulsgeber:

Workshop 3: Gesundheit – zwischen Fürsorgepflicht und Entgrenzung
Wie kann Resilienz entwickelt werden?

Die neue Arbeitswelt besteht nicht nur aus Tischkicker und schicken Arbeitsräumen. Sie beinhaltet auch Herausforderungen für Führungskräfte und alle Beschäftigten: Arbeitsverdichtung durch digitale Parallel-Arbeit, zunehmende Komplexität der Fragestellungen, Abgrenzung zwischen Erwerbs- und Sorgearbeit, insbesondere im Home-Office, Bewegungsarmut vor dem Bildschirm und ein höheres Maß an Selbststeuerung. Grundsätzlich muss jeder Mensch seine eigene Gesundheit im Blick behalten, aber ständig steigende Anforderungen haben auch ihre Grenzen. Eine Fokussierung auf diesen Aspekt erscheint bei der Gestaltung der neuen Arbeitswelt für alle Beteiligten dringend angezeigt.

Workshop 4: Beurteilungen – Zwischen Beurteilungs- und Feedbackkultur
Wie kann Leistung neu wahrgenommen werden?

Wenn sich die neue Arbeitswelt in Richtung mehr Selbststeuerung, mehr Teamarbeit sowie fach- und organisationsübergreifendes Arbeiten entwickelt, verschieben sich auch die Anforderungen an die Kompetenzen der Beschäftigten. Wie lassen sich Beiträge der Einzelnen zur Aufgabenbewältigung im Team beobachten? Sind Führungskräfte und sonstige Beschäftigte in der Lage, ein konstruktives Feedback zu geben und zu nehmen, ohne dass die Beziehungsebene leidet? Welche Rahmenbedingungen braucht eine Feedback-Kultur?

 

16:30 Uhr

Gemeinsame Abschlussrunde im Plenum

 

17:00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Anmeldung

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung bis zum 30.06.2021. Bitte nutzen Sie hierfür das Anmeldeformular. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zeitnah die Zugangsdaten zur Veranstaltung.

 

Herzlichst Ihre

Jutta Lang

 

 

Partner und Förderer

 

Logo des Vereins der Absolventen und Freunde der Führungsakademie e. V.

 

Logo der digitalakademie@bw